Unterspülungen und Hohlräume im Untergrund rechtzeitig erkennen

Riesiges Loch im Asphalt auf einem Parkplatz mit Einsatzfahrzeug und Einsatzkräften

KI-generiert

Nach einem Wasserrohrbruch, einem Kanalgebrechen oder einem Starkregenereignis bleibt oft unklar, welche Schäden unter der Oberfläche entstanden sind. Setzungen, Risse oder plötzlich einbrechende Flächen können erste Hinweise auf eine Unterspülung sein

Wenn Wasser den Untergrund verändert

Dringt Wasser unkontrolliert in den Boden ein, kann es feines Material abtransportieren. Dadurch entstehen Hohlräume oder vorhandene Schwachstellen werden vergrößert. Besonders betroffen sein können Straßen, befestigte Flächen, Fundamente und Leitungsbereiche.

Durch den Klimawandel gewinnt dieses Risiko zusätzlich an Bedeutung. Wärmere Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen, wodurch kurzzeitige Starkregenereignisse intensiver ausfallen können. In Österreich bringen extreme Stundenereignisse heute durchschnittlich rund 15 Prozent mehr Niederschlag als früher. (GeoSphere Austria)

Wo können Unterspülungen und Hohlräume auftreten?

Sie können überall entstehen, wo Wasser durch lockere Bodenschichten, undichte Leitungen oder unzureichend verdichtete Auffüllungen fließt.

Typische Ursachen und Risikobereiche 

  • Wasserrohr- und Kanalgebrechen
  • Straßen, Parkplätze, Gleisanlagen und befestigte Flächen
  • verfüllte Baugruben und alte Fundamente
  • historische Keller und Stollen
  • ehemalige Bergbaugebiete
  • natürliche Karst- und Hohlraumstrukturen

Auch Löss- und Lösslehmböden können bei konzentriertem Wassereintritt empfindlich reagieren. Im Weinviertel kommen außerdem zahlreiche Keller und Kellerröhren hinzu, deren Verlauf nicht immer vollständig dokumentiert ist.

Mögliche Anzeichen einer Unterspülung

  • abgesackte oder unebene Flächen
  • Risse an Gebäuden und Mauern
  • kleine Einbruchstellen
  • ungewöhnlich austretendes oder versickerndes Wasser
Der Traktor von Boegnsberger mit dem Bodenradar davor auf einer Straße

Untergrunderkundung ohne großflächige Aufgrabung

Bei Verdacht auf eine Unterspülung muss zunächst geklärt werden, welcher Bereich betroffen sein könnte. Abhängig von Schadensbild, Bodenbeschaffenheit und Zugänglichkeit kommen Bodenradar, geoelektrische Messungen oder eine Kombination mehrerer Methoden zum Einsatz. Die Vermessung sorgt dafür, dass festgestellte Auffälligkeiten eindeutig verortet werden können.

Das Ergebnis ist ein Lageplan mit den erkannten Verdachtsbereichen. Damit lässt sich gezielt festlegen, wo Kontrollbohrungen, Sondierungen oder Grabungen sinnvoll sind. Ob tatsächlich ein Hohlraum vorliegt, muss an den auffälligen Stellen gegebenenfalls direkt überprüft werden.

Radargramm einer Messung mit dem Bodenradar von Bogensberger Vermessung

Radargramm

2D Lageplan von Kellerröhren

2D-Lageplan von Kellerröhren im Weinviertel

Punktwolke Kellerröhre

Punktwolke Kellerröhre

Die Vorteile auf einen Blick

  • Gezielte Untersuchung von Hohlräumen und aufgelockerten Bereichen 
  • Vermeidung unnötig großflächiger Aufgrabungen 
  • Bessere Planung weiterer Sondierungen
  • Dokumentation der Messergebnisse in Lageplänen und digitalen Modellen
  • Schaffung von Grundlagen für Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen

     

Verdacht auf eine Unterspülung?

Sie haben nach einem Wasserrohrbruch oder Starkregen Setzungen, Risse oder andere Veränderungen festgestellt? Wir beraten Sie, mit welcher Untersuchungsmethode sich der betroffene Bereich überprüfen lässt.

David Bogensberger
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